/artist statement

"Ein Steinhaufen hört auf, ein Steinhaufen zu sein, in dem Moment, in dem ein einzelner Mensch ihn betrachtet und in sich das Bild einer Kathedrale trägt."

                                                           Antoine de Saint-Exupéry

Unsere Beziehung zu einem Steinhaufen kann sich von einer Sekunde auf die andere ändern, wenn wir unsere Perspektive verschieben, eine neue Idee haben, mit einem frischen und empathischen Blick hinsehen. So können wir neue Potentiale entdecken.

Was für einen Steinhaufen gilt, gilt meiner Ansicht nach auch für alle anderen Beziehungen in unserem Leben - für Beziehungen zu anderen Menschen, Lebewesen, Objekten, Routinen, zu unserem Alltag, zu uns selbst.

In meinen Arbeiten gehe ich diesen Aspekten der Beziehung(en), ihrer Re-Flektion und Trans-Formation nach.

Dabei beschäftige ich mich zum einem mit Objekten, häufig aus Alltagsgegenständen, die am Körper getragen werden (können). Meine Objekte kann man sich anstecken, man kann sie einstecken oder gar verstecken. Die Vielfalt der Optionen fasziniert mich.

Neben tragbaren Objekten mündet meine Arbeit auch in definitiv untragbaren Dingen: Zeichnungen, Ab-Drucken, Fotos/Fotocollagen. Die Mittel, die ich nutze, hängen von den Themen ab, die mich inspirieren und von den Emotionen, die ich ausdrücken möchte. Zeichnungen sind für mich der unmittelbarste Weg, um Emotionen auszudrücken. Ein anderer Weg ist, sich die Technik selbst zu Nutze zu machen (Ab-Druck), oder das Ergebnis einer Technik (Foto) mit technischen Mitteln wieder einem anderen Medium (Malerei) anzunähern.

© 2013-2020 by Anja Eichler - Berlin